Kitesurfen
Das Kitesurfen ist eine der jüngsten Surfdisziplinen und wird überwiegend von jungen Surfern im Alter zwischen 15 und 30 Jahren betrieben. Beim Kitesurfen handelt es sich um eine Kombination aus Wake-Boarding, das zu Land betrieben wird, Wasser-Ski und Surfen. Der Kitesurfer steht dabei auf einem sehr kurzen Surfbrett, das äußerlich eher an ein Wake-Board erinnert, und lässt sich von einem Lenkdrachen (englisch: kite) über das Wasser ziehen. Als Einstiegssportart ist das Kitesurfen nicht geeignet, da es doch als eine sehr komplexe Disziplin des Surfens bezeichnet werden muss. Kenntnisse beim Wasser-Skifahren und im Umgang mit einem Lenkdrachen sind beim Kitesurfen auf jeden Fall von Vorteil.
Zur Grundausrüstung eines Kitesurfers zählen das Board, der Lenkdrachen und die Lenkstange. Abhängig von Größe und Gewicht des Surfers sowie den Windgeschwindigkeiten wird ein 120 bis 165 langes und 26 bis 45 cm breites Board gewählt. Die beim Kitesurfen verwendeten Boards lassen sich in der Regel in beide Richtungen steuern, was einen wesentlichen Unterschied zum herkömmlichen Surfbrett ausmacht. Zur Sicherung des Surfers befinden sich auf dem Board lose Fußschlaufen oder feste Bindungen, ähnlich wie es von Skiern oder Snowboards bekannt ist. Sofern vom Surfer gewünscht, kann das Board mittels einer zusätzlichen Leine noch mit dem Körper verbunden werden, um ein Abtreiben des Surfbretts nach einem Sturz zu verhindern.
Der Lenkdrachen weist in den meisten Ausführungen eine Fläche zwischen 9 und 12 m² auf, wobei die Größe des Schirms maßgeblichen Einfluss auf die erreichbare Geschwindigkeit hat. Bei starken Winden und von Anfängern sollten kleine Schirme bevorzugt werden, da diese deutlich leichter zu kontrollieren sind. Dabei ist zu beachten, dass die auf den Kitesurfer einwirkenden Kräfte mit zunehmender Schirmfläche exponential steigen. Eine Verdoppelung der Schirmfläche vervierfacht die Windkräfte. Die Steuerung erfolgt beim Kitesurfen über eine Lenkstange, oder auch Bar genannt, die mit vier oder fünf Seilen mit dem Schirm verbunden ist.
Beim Kitesurfen können Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h erreicht und Sprünge absolviert werden, die den Surfer mehrere Sekunden lang in der Luft halten.
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