Wellenreiten
Das Wellenreiten ist die mit Abstand älteste Form des Surfens, aus der sich alle weiteren heute bekannten Formen des Surfsports entwickelt haben. Während die jüngsten Surfdisziplinen gerade einige Jahre alt sind, wird der Ursprung des Wellenreitens bereits im 1. Jahrtausend vor Christus vermutet, gegebenenfalls sogar noch früher. Als Erfinder des Wellenreitens gelten die Polynesier, bei denen das Wellenreiten ein bedeutender Teil ihrer damaligen Kultur darstellte. Angesichts des Alters von mindestens 2.500 Jahren mutet es fast schon kurios an, dass das Surfen bzw. Wellenreiten auch heute noch als Trendsportart bezeichnet wird.
Das wohl bekannteste Revier des Wellenreitens sind die Gewässer rund um Hawaii in den USA. Ein weiterer Hotspot des Wellenreitens sind die Küsten Australiens, aber auch in Europa gibt es ausreichend gute Bedingungen, um diese Surfdisziplin ausüben zu können. Zum Erlernen des Wellenreitens eigenen sich die Strände in Europa meistens sogar etwas besser, da die Strände und der Wellengang dort wesentlich flacher sind. Wie bei allen anderen Surfdisziplinen kommt auch beim Wellenreiten die Theorie vor der Praxis, was nichts anderes bedeutet, als dass sich der angehende Surfer zunächst mit den Sicherheits- und Vorfahrtsregeln im bzw. auf dem Wasser vertraut machen sollte. Der größte und schnellste Lernerfolg ist bei der Unterrichtung durch einen qualifizierten Surflehrer zu erwarten. Zudem macht das Lernen in der Gruppe, beispielsweise in einer Surfschule oder einem Surfcamp, deutlich mehr Spaß.
Eine vollständige Ausrüstung besteht beim Wellenreiten aus weit mehr Komponenten als nur dem Surfbrett selbst. Die relativ empfindlichen Boards sollten außerhalb des Wassers stets von einer Schutzhülle, der sogenannten Boardbag, geschützt werden. Um beim Abgang vom Board, was beim Wellenreiten vergleichsweise häufig der Fall ist, das Abtreiben des Surfbretts zu verhindern, wird der Surfer durch eine Leine (englisch: Leash) mit dem Brett verbunden. Für sicheren Stand auf dem Surfbrett sorgt spezielles Surfwachs, das auf die Standfläche des Boards gegeben wird. Einige Surfer schützen sich mit einem Neopren-Anzug gegen die Sonne, beim Aufprall ins Wasser oder gegen eventuell kaltes Wasser.